Gen Z will nicht weniger leisten. Sie definiert Leistung nur anders.
Nicht über Anwesenheit.
Nicht über Dauerstress.
Nicht über „wer zuletzt das Licht ausmacht“.
Sondern über Effizienz, Qualität, Produktivität und sinnvolle Ergebnisse.
In dieser Folge von HiddenCandidates spreche ich mit Andrea Klemz über eine unbequeme Frage:
Sind es wirklich die jungen Menschen, die sich verändert haben – oder sind es vor allem alte Führungsbilder, die nicht mehr zur neuen Arbeitswelt passen?
Grundlage ist eine aktuelle Auswertung zur Gen Z. Und genau hier lohnt sich der kritische Blick: Die Studie zeigt wichtige Tendenzen, bildet aber nicht automatisch „die gesamte Gen Z“ ab. Die Stichprobe ist stark weiblich geprägt, viele Befragte sind Studierende oder in Ausbildung, die jüngsten Jahrgänge fehlen komplett. Wer daraus einfache Pauschalurteile ableitet, macht es sich zu leicht.
Trotzdem zeigt die Studie deutlich: Viele Klischees über Gen Z greifen zu kurz.
„Arbeitsfaul.“
„Freizeitorientiert.“
„Nicht belastbar.“
„Nicht loyal.“
Aber stimmt das wirklich? Oder erleben wir gerade eine Generation, die Arbeit, Führung und Bindung ehrlicher hinterfragt?
Gemeinsam mit Andrea Klemz schauen wir darauf, warum Gen Z Leistung nicht mehr mit bloßer Präsenz verwechselt. Work-Life-Balance ist für viele kein Zeichen von fehlender Leistungsbereitschaft, sondern Ausdruck eines anderen Verständnisses von Arbeit: klare Grenzen, gute Ergebnisse, weniger sinnlose Erschöpfung.
Spannend ist auch: Wer aus der Gen Z führen möchte, ist laut Auswertung oft auch eher bereit, mehr zu arbeiten. Das kippt das alte Bild einer Generation, die zwar mitreden will, aber keine Verantwortung übernimmt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Führung. Gen Z wünscht sich Augenhöhe, Offenheit, flache Hierarchien und Mitgestaltung. Aber eben nicht Beliebigkeit. Gute Führung muss heute nahbar sein, ohne konturlos zu werden. Klarheit bleibt wichtig. Verantwortung auch.
Auch beim Thema Loyalität lohnt sich der zweite Blick. Gen Z ist nicht grundsätzlich illoyal. Viele sind bindungsbereit, wenn Arbeitsklima, Wertschätzung, Bezahlung, Mitgestaltung und Identifikation stimmen.
Vielleicht wechseln junge Menschen nicht zu schnell.
Vielleicht bleiben sie nur nicht dort, wo nie echte Bindung entstanden ist.
Der zentrale Gedanke: Gen Z ist nicht das Problem.
Sie macht nur sichtbar, wo alte Systeme nicht mehr funktionieren.
Unternehmen, die junge Talente gewinnen wollen, müssen mehr tun als Stellenanzeigen modern formulieren. Es reicht nicht, mit flexiblen Arbeitszeiten zu werben, wenn Führung weiterhin auf Kontrolle basiert. Es reicht nicht, Wertschätzung zu versprechen, wenn Kultur im Alltag nicht spürbar ist. Employer Branding wird dann glaubwürdig, wenn es nicht nur gut aussieht, sondern sich im Unternehmen wiederfindet.
Für Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, HR-Verantwortliche, Führungskräfte, Recruiter und alle Unternehmen, die Gen Z nicht nur erreichen, sondern auch verstehen und langfristig binden wollen.
Diese Folge ist besonders spannend für alle, die merken: Der Arbeitsmarkt verändert sich schneller als viele Führungsmodelle.
Genau hier setzt HiddenCandidates an:
Nicht nur Lebensläufe vergleichen, sondern Werte, Erwartungen und Unternehmenskultur sichtbar machen.
Denn die entscheidende Frage lautet nicht nur: „Passt der Kandidat zum Unternehmen?“, sondern auch: „Passt das Unternehmen wirklich zum Menschen?“
Unternehmen können sich kostenfrei registrieren und anonymisierte Kandidatenprofile ansehen. Kandidatinnen und Kandidaten können sich ebenfalls kostenfrei registrieren und neue berufliche Perspektiven entdecken – ohne sofort sichtbar zu sein.
Mehr Informationen unter: https://www.HiddenCandidates.com
Mehr zu Andrea Klemz:
📌Webseite: https://leading-forward.de/
📌LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/andrea-klemz
📌Instagram: https://www.instagram.com/andrea_klemz/


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